Damit der Bergamasker Hirtenhund verstanden wird, lohnt es sich, in seine Vergangenheit zu blicken.
Auf den Wanderungen mit der Schafherde brauchten die Hirten einen intelligenten, selbständigen, robusten, wetterharten und genügsamen Hund. Er hatte die Herde zu führen, war aber auch ein wichtiger Gehilfe wenn Lämmer, Mutterschafe, usw. von der Herde getrennt werden mussten. In der Nacht übernahm er die Funktion eines Wachhundes und verteidigte seine Herde gegen zwei- und vierbeinige Diebe. Wochenlang durchzogen der Hirte und seine Tiere die Alpen, ohne jemandem zu begegnen, mit dem einige Worte gewechselt werden konnten. In dieser Einsamkeit war es selbstverständlich, dass der Hund als Gesprächspartner in die Lücke sprang. Der Hirte und sein Hund lösten aufkommende Probleme, jeder auf seine eigene Art, wohlwissend, dass der eine ohne den anderen nicht existieren konnte. Eine innige Freundschaft verband die zwei, ja man darf ruhig sagen, sie waren zwei gleichwertige Partner!
Entsprachen jedoch die Eigenschaften eines Hundes nicht den Vorstellungen des Hirten, in dem er z.B. streunte, jagte oder raufte, wurde er kurzerhand und ohne "wenn und aber" ins Jenseits befördert.
Durch diese rigorose Zuchtauswahl entwickelte sich langsam der Bergamasker Hirtenhund, wie wir ihn heute noch kennen. Die Hirten brachten es fertig, einen Hund zu züchten, der seine hervorragenden Eigenschaften bewahren konnte. Auch heute noch trägt der Bergamasker das Erbgut seiner Vorfahren in sich, in dem er die Fähigkeit besitzt, selbständig richtig zu handeln.
Mehr zum Charakter unter "Der Bergamasker Hirtenhund heute".
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LG Rahel mit Ciuffa, Fiocca und Dolce
"Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwendeten, können uns weniger über sie sagen, als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat." (Thornton Wilder)