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Verfasst am: So Mai 20, 2012 2:30 am
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Mingalaba



Anmeldedatum: 27.01.2009
Beiträge: 473
Wohnort: BRD
Verfasst am: Mi Feb 24, 2010 6:10 pm
Titel:
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auch wenn es hier nicht wirklich hingehört...aber ich bin bezüglich dieser standardrevision doch etwas irritiert und benötige aufklärung.
der ausgang meiner überlegung ist der geringe bestand des bergamaskers und damit die gefahr, dass diese rasse droht vom erdboden zu verschwinden. wenn ich das richtig verstehe sind jahrelang bergamasker mit übermäßigen behang bevorzugt gezüchtet und bewertet worden. d.h. es gibt mehr bergamasker nach altem als nach neuem standard. darüber hinaus gibt es sowohl nach altem als auch nach neuem standart zu viele großgewachsene bergamasker. mit der revision des standards "schlägt das pendel um" jetzt heißt es, dass der bergamasker an brust, hals und kopf offenes fell haben sollte...ich hoffe ich werde nicht falsch verstanden aber, führt das nicht dazu, dass
- auf mechanischem wege versucht wird die verzottelung an den genannten bereichen zu eleminieren oder zumindest zu reduzieren, während natürlich die genetische veranlagung weiter bestehen bleibt?
und,
- sollte die "falsche" verzottelung als zuchtauswahlverfahren herhalten, ebenso wie die größe, zur weiteren reduzierung des bereits geringen genpools?

bin auf antworten gespannt....
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CiuFio
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Beiträge: 3991
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Verfasst am: Mi Feb 24, 2010 9:22 pm
Titel:
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Ich hab's mal hierhin verschoben.
Mingalaba hat Folgendes geschrieben:
aber, führt das nicht dazu, dass
- auf mechanischem wege versucht wird die verzottelung an den genannten bereichen zu eleminieren oder zumindest zu reduzieren, während natürlich die genetische veranlagung weiter bestehen bleibt?
Aber sicher doch Confused

Mingalaba hat Folgendes geschrieben:
- sollte die "falsche" verzottelung als zuchtauswahlverfahren herhalten, ebenso wie die größe, zur weiteren reduzierung des bereits geringen genpools?
Es sollte sowohl auf Fell, Grösse, usw. geschaut werden ...das macht es ja so schwierig.

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LG Rahel mit Ciuffa, Fiocca und Dolce

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chaclo



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Verfasst am: Mi Feb 24, 2010 9:28 pm
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Das offene Fell im Standard gibt es schon immer. Wurde nur immer sehr gerne übersehen. Laughing

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Louis Sabin
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Mingalaba



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Beiträge: 473
Wohnort: BRD
Verfasst am: Mi Feb 24, 2010 9:44 pm
Titel:
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@chaclo: wo, wie, was ist dann die revision?

@ all: eine ketzerische frage... ist es nicht kleinlich angesichts der so offensichtlichen dramatik bzgl. des rasseerhaltes auf bestimmte merkmale zu pochen (größe, fellstruktur, augenfarbe, etc), ja, im extemfall sogar hd...bitte nicht falsch verstehen, mir geht es nicht darum hd belastete tiere miteinander zu verpaaren, aber geht hier nicht auch ggf. wertvolles genpotenzial verloren?
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CiuFio
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Beiträge: 3991
Wohnort: Schweiz
Verfasst am: Mi Feb 24, 2010 10:15 pm
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Doch, ganz klar! Darum wurde ja der Antrag von Italien, Deutschland und der Schweiz an die SKG gestellt, dass die Rasse in ein geschütztes Zuchtprogramm aufgenommen wird, das durch einen Genetiker gestützt und begleitet wird. Da müssten dann die Zuchtbestimmungen etwas gelockert werden, eben um die genetische Vielfalt wieder zu verbreitern. Das heisst: Also auch mal einen zu grossen Hund oder einen mit HD in die Zucht zu nehmen. Aber eben alles durch einen Genetiker kontrolliert.

Leider weigert sich der Bergamasker Hirtenhundeklub Schweiz, sich mit dem Thema zu befassen und distanziert sich von diesem Projekt. Da der Klub hinter dem Projekt stehen müsste, um das Projekt in Angriff zu nehmen, wird das also nichts. Sad
Diejenigen Klubmitglieder, die von der Sitzung wissen, die mit dem Genetiker stattgefunden hatte, wissen es vom Forum. Der Klub hatte bisher nicht darüber informiert. Resultat: Die Mehrheit der BHS-Mitglieder weiss von nichts und denkt, es sei alles bestens, da die Hunde ja (noch) gesund sind.

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Nelly



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Beiträge: 822
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Verfasst am: Do Feb 25, 2010 11:01 am
Titel:
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Hab ich gestern im "Bergamasker - Treff" geschrieben:

"Der Herr mit den Moorschnucken, ist der zufällig Mitglied bei der GEH, der Gesellschaft zu Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen"? Die hab ich grad in der Roten Liste der GEH ausgemacht. Die Bergis sind nämlich nicht gelistet (siehe:
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), aber vielleicht läßt sich das Thema diesbezüglich ja mal anläßlich des Treffs ansprechen?"

Ich stell' noch mal den Link zur Info - Seite rein, wo unter dem Punkt "Ziele, Organisation und Arbeitsweise der GEH e.V." auch auf länderübergreifende Arbeit kurz hingewiesen wird. (

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). Wenn sich der Bergamasker Hirtenhundeklub Schweiz sich mit besagter genetischen Problematik zu befassen weigert, wäre es vielleicht eine Möglichkeit, die GEH zu kontaktieren und da beim Treff im Mai sehr viele Bergi - Leute zusammenkommen, könnte man diese Frage ja mal ansprechen. Immerhin gibt es ja eine gewisse Bergamasker - Population und - Zucht auch in Deutschland und damit die eventuelle Möglichkeit, selbige über die GEH betreuen zu lassen. Fragen kostet nur eine eMail...
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lunadilana



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Verfasst am: Do Feb 25, 2010 5:50 pm
Titel: der bergamasker auf der "roten Liste"
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Hallo Nelly,

doch, der Bergamasker ist gelistet, allerdings nicht auf der deutschen roten Liste, da es ja auch keine deutsche Hunderasse ist...
Du findest den Bergamasker unter
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auf Seite 18 - dort ist er als einzige italienische Hunderasse in der höchsten Gefährdungsstufe "critical" von der SAVE Foundation gelistet
SAVE = Safeguard for Agricultural Varieties in Europe
Die SAVE Foundation wirkt als europäische Dachorganisation zur Sicherung der landwirtschaftlichen Artenvielfalt. Das «Monitoring Institute for Rare Breeds and Seeds in Europe» ist eine unabhängige "Stabsstelle" der europäischen SAVE Foundation.

Jutta

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CiuFio
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Verfasst am: Do Feb 25, 2010 5:56 pm
Titel:
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Merci Jutta! Very Happy

Habe ich das richtig gesehen, diese Einstufung des Bergamaskers basiert auf Daten von 1992? Wie würde die Situation wohl heute eingestuft werden?

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lunadilana



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Wohnort: Münster
Verfasst am: Do Feb 25, 2010 6:04 pm
Titel: Standardrevision 2009
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Mingalaba schrieb:
@chaclo: wo, wie, was ist dann die revision?

In der Revision - oder vielleicht besser Kommentierung - geht es darum, neue/ alte Akzente zu setzen mit dem Ziel der Gesunderhaltung der Rasse, zur Vermeidung von Hypertypen (zu viel/ zu langes Fell) und für das Wohlbefinden der Hunde.
Dabei geht es keinesfalls um einen neuen Standard, sondern vielmehr um die Rückführung auf ein vernünftiges Maß - wie im ursprünglichen Standard vorgehsehen - oder von den alten Hirten so praktiziert...

Jutta

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Hühnli



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Verfasst am: Do Feb 25, 2010 6:58 pm
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Ich muss euch gestehen, dass ich mit der ganzen Diskussion über Genetik, Schutzprogramm und SKG laufend überfordert war. Ich habe irgendwie keinen " Fadenanfang" gefunden, um das Ganze für mich anzupacken und zu einer fundierten Erkenntnis zu gelangen. Mit fehlte schlichtweg die elementarste Basis. In dieser "dunklen Zeit" hatte ich dann das privileg Jutta, Ursi und Cavalchini kurz zu treffen, hab aber nur Bahnhof verstanden als sich diese über das besagte Thema unterhielten. Aufgrund ihres Engagements wusste ich aber, dass es unglaublich wichtig für die Rasse ist. Nun, den Schlüssel zum Verständnis, legte mir kürzlich "Chandra" in die Hand mit der Bitte, mich in dieses zu vertiefen. Das Buch wurde ihr und mir damals am Adventtrekking von Patrice Ziörjen empfohlen. Der Titel: "Brevier neuzeitlicher Hundezucht" von Hans Räber. Da fiel bei mir der Groschen und die Schuppen von den Augen. Ich weiss, Berner sind langsam, daher sei mir verziehen Very Happy Welche Lehre ist daraus zu ziehen? Vielen ist die Problematik 1. nicht bewusst und 2. wenn davon gesprochen wird, verstehen sie nicht worum es genau geht. Dort muss, denke ich, angesetzt werden.
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lunadilana



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Verfasst am: Do Feb 25, 2010 7:16 pm
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ciuffio schrieb:
Habe ich das richtig gesehen, diese Einstufung des Bergamaskers basiert auf Daten von 1992? Wie würde die Situation wohl heute eingestuft werden?


Scheint so zu sein - diese Daten sind aber Teil einer Revision von 2001...

die Situation hat sich seit 1992 auf jeden Fall weiter verschärft - allerdings waren 1992 mehr als 100 Hunde in der aktiven Zucht - heute nähern wir uns aber leider dieser Größenordnung...

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Mingalaba



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Verfasst am: Do Feb 25, 2010 9:10 pm
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danke für die antworten, die standard revision oder auch kommentierung ist mir durchaus nicht unbekannt, aber irgendwie sind meine fragen nach dem umgang mit derselben immernoch nicht wirklich klar beantwortet, was bedeutet dies für die zucht, für die zuchtauswahl, für die bewertungen bei "ausstellungen" für den bestehenden genpool insgesamt.........
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lunadilana



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Verfasst am: Do Feb 25, 2010 11:11 pm
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mingalaba schrieb:die standard revision oder auch kommentierung ist mir durchaus nicht unbekannt,

???

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Mingalaba



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Verfasst am: So Feb 28, 2010 9:49 pm
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verstehe diese fragezeichen nicht, daher ???? zurück
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lunadilana



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Verfasst am: Mo März 01, 2010 6:01 pm
Titel: ???
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Na, wenn Du die Revision kennst, da geht es doch draus hervor...

Zunächst kann fast jeder Bergi mechanisch so getrimmt werden, dass er den Anforderungen des Standards und dem Tierschutzgesetz entspricht, natürlich sollt die Zuchtauswahl nachfolgen: Trendumkehrung von möglichst viel Fell - was nie im Standard stand - hin zu einem moderaten Behang lediglich im hinteren Bereich und an den Beinen und einer Betonung des rassetypischen Doppio Pelo. Der Schwanz sollte möglichst tief ansetzen - dieses Kriterium sollte zumindest einer der Zuchtpartner erfüllen um zu hoch getragene Ringelschwänze zu vermeiden... usw.
Es sollten möglichst viele Bergis in die Zucht - aber die Partnerwahl sollte möglichst viele Kriterien berücksichtigen - und mit jedem angekörten Bergi wird die Auswahl größer...

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