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Herkunft des Bergamasker Hirtenhundes
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Verfasst am: So Mai 20, 2012 2:25 am
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CiuFio
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Anmeldedatum: 23.01.2009
Beiträge: 3991
Wohnort: Schweiz
Verfasst am: Do Aug 06, 2009 12:02 pm
Titel: Herkunft des Bergamasker Hirtenhundes
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Einige Autoren nehmen an, dass die europäischen Hirtenhunde durch viehzuchttreibende Nomadenvölker von Ostasien nach Europa gebracht wurden.

Verfolgt man den möglichen Weg der Nomanden vom Orient bis nach Europa, so stellt man fest, dass die zotthaarigen Hunde noch heute in der ungarischen Puszta als Komondor und Puli, in Polen als Polski Owczarek Nizynni (PON), in den italienischen Alpen als Bergamasker, in den französischen Alpen als Briard und im spanischen Gebiet der Pyrenäen als Gos d'Atura gehalten und gezüchtet werden.
Nebst einem einwandfreien Charakter legten die Hirten grossen Wert auf ein wetterfestes, dickes Zottelfell, das den Hund vor Kälte aber auch vor Hitze und Schlangenbissen schützen soll.Es kann angenommen werden, dass das Äussere, wie auch der Charakter durch das Umfeld geformt wurden, in dem die Hunde gelebt haben.

Dass der Bergamasker Hirtenhund, früher noch Cane delle Alpi (Alpenhund) genannt, bereits seit Jahrhunderten existiert, bestätigen verschiedene Autoren alter Schriften und Urkunden:
- Friedrich von Tschudi (1853): "Thierleben der Schweizer Alpenwelt"
- Römer und Schinz (1809): "Säugethiere der Schweiz"
- Johann Rudolf Steinmüller (1802): "Beschreibung der Schweiz. Alpen- und Landwirtschaft"
Ausfühlich und interessant schreibt G. von Albertini aus Tamins in der "Gemeinnützigen Wochenzeitschrift für Bündten", mit dem Titel:

Die Wirtschaftlichkeit der Bergamasker Schafhirten (1781)
Die Anzahl der sämtlichen diesjährigen Schaafen auf dem Splügner-Berg beläuft sich über 900. Mit diesen kommen die Schäfer Anfangs Juni aus Piemont auf bemeldten Berg. Wenn es warm ist, oder nicht regnet, reisen sie mit den Herden meist bei Nachtzeit, und dennoch verlieren sie von denselben wenige oder kein, welches sie vorzüglich ihren Schäferhunden zu verdanken haben. Ausser dem, dass sie ihren Patronen als gute Vertheidiger der Schaafe gegen Anfälle der Wölfe oder anderer reissender Thiere dienen, vertreten sie die Stelle teurer Hirten und Treiber. Auf ihren Wanderungen vertrauen sie jedem Hundn einen Trupp Schaafen an, die er an den Ortn ihrer Bestimmung unter dem Befehl seiner Herren bringt, und das mit einer solchen Sorgfalt, dasss wer nur ein Schaf berühren wollte, gewiss seinen Zähnen nicht engtehen würde.


Im Jahre 1898 wurde der erste Bergamasker Hirtenhund ins Italienische Stammbuch eingetragen. Nur vereinzelt folgten weitere Eintragungen. Er war der Hund der Hirten und diese waren nicht interessiert, ihre über Generationen im selben Familienbesitz gezüchteten Hunde aus den Händen zu geben. Pietro Rota war der erste Züchter (er war Geschäftsmann aus Mailand), der sich mit Begeisterund der Bergamasker Hirtenhundezucht annahm und seine Würfe regelmässig eintragen liess. Sein erster Zuchtrüde hiess Alpino di Valle Imagna und dürfte wohl der Stammvater der meisten heutigen reinrassigen Bergamasker sein.
Wann der Cane delle Alpi offiziell vom ENCI, dem italienischen kynologischen Landesverband, zum Cane da Pastore Bergamasco umgetauft wurde, ist heute nicht mehr bekannt.

Ins schweizerische Hundestammbuch wurde der erste Bergamasker im Jahre 1948 eingetragen. Es war eine Importhündin aus Italien. Weitere wenige Eintragungen von italienischen Importhunden folgten, dazu kamen noch eine bis zwei Wurfeintragungen pro Jahr.

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LG Rahel mit Ciuffa, Fiocca und Dolce

"Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwendeten, können uns weniger über sie sagen, als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat." (Thornton Wilder)
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